Oederaner steigen zum Gipfeltreffen auf die Matte

Oederaner steigen zum Gipfeltreffen auf die Matte
Mai 29, 2015 TSG

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Freie Presse, 29. Mai 2015:

„Die Judoka der TSG müssen in Chemnitz gegen die beiden Spitzenteams der Verbandsliga Flagge zeigen.

Oederan. Nein, Angst vor den Großen der Liga haben die Judoka aus der Stadt des Klein-Erzgebirges nicht. „Aber es werden zwei ganz, ganz harte Kämpfe, aus denen wir sicher nicht mit vier Punkten rausgehen werden“, sagt Amadeus Veit vor dem Gipfeltreffen der Judo-Verbandsliga am Samstag in Chemnitz. Dort warten mit den zweiten Mannschaften des gastgebenden Chemnitzer PSV und des VfL Riesa die beiden noch verlustpunktfreien Spitzenteams der Staffel auf die Vertretung der TSG Oederan. Die Truppe um Kapitän Veit reist nach Siegen gegen den PSC Bautzen II (5:2), den PSV Kamenz (6:1) und die SG Weixdorf (4:2) sowie der bisher einzigen Niederlage gegen den AC Taucha (2:5) mit 6:2 Zählern als Tabellendritter zum dritten Kampftag der Saison nach Chemnitz.

„Rang 3 wollen wir natürlich verteidigen, deshalb werden wir voller Tatendrang auf die Matte gehen, auch wenn nur Außenseiter sind“, sagt Veit. „Aber auch die Chemnitzer können fallen, wir sind nicht chancenlos“, sagt der Oederaner, der selbst einige Jahre als Gaststarter für die „Erste“ des CPSV in der Regionalliga kämpfte.

Ob einige von Veits damaligen Teamgefährten morgen als Gegner der TSG-Männer auf der Tatami stehen werden, ist unklar. „Alle, die zwei Kämpfe in der ersten Mannschaft absolviert haben, dürfen nicht mehr in der ,Zweiten‘ aufgeboten werden“, sagt der 26-Jährige, der nicht weiß, welche Kämpfer der Klassenprimus auf die Waage schicken wird. „Vielleicht haben wir ja Glück und Chemnitz seine besten Leute nicht nur Verfügung.“

Den Tabellenzweiten Riesa, der wie der CPSV 8:0 Zähler auf dem Konto hat, schätzt Veit noch stärker ein. „Während es in Chemnitz erst seit ein paar Jahren bergauf geht, war Riesa schon immer eine richtige Judo-Hochburg“, sagt der Oederaner. Die VfL-Reserve wird im Kampf um die Tabellenspitze hoch motiviert nach Chemnitz kommen, ist sich der TSG-Kapitän sicher.

Erschwerend hinzu kommt für die Oederaner, dass mit Christian Vorberg und Till Schulz zwei Leistungsträger beim Gipfeltreffen fehlen. Während der an der Schulter verletzte Vorberg (bis 90 kg) ersetzt werden kann, ist es schwierig, für 60-kg-Mann Schulz Ersatz zu finden. „In dieser Klasse haben wir keinen anderen. Da wir dieses Limit aber unbedingt besetzen wollen, wird einer aus der Mannschaft noch schnell ein paar Kilo abspecken müssen“, sagt Veit, der seine Truppe wie gewohnt in der Klasse bis 81 kg anführen wird. Oederans Judo-Chef Gerrit Keilhofer hält vor dem morgigen Kräftemessen den Ball ebenfalls flach: „Beide Gegner sind die klaren Favoriten, und es müsste schon mit viel Glück zugehen, wenn wir in Chemnitz einen Punkt holen. Aber vielleicht können wir die Großen ein wenig ärgern und uns gut verkaufen.“

Judo-Verbandsliga 3. Kampftag am Samstag, 14 Uhr in Chemnitz, Turnhalle Ernst-Wabra-Straße 36: Chemnitzer PSV II, VfL Riesa II, TSG Oederan